Bisher
war die Abluftreinigung und die Geruchsbeseitigung mit dem Einsatz
von Chemikalien verbunden. Dies bedeutete zum einen hohe Betriebskosten
und zum anderen eine gleichzeitige Belastung der Gewässer.
Im
Biofilter werden die Schadstoffe in einem feuchten Absorptionsbett
von einer Bakterienflora zu ungiftigen Verbindungen - wie Kohlensäure
und Wasser - abgebaut.
Moderne Biofilter
haben eine Füllung aus organischem Trägermaterial, das
die lockere luftdurchlässige Struktur über eine lange
Zeit beibehält.
Die zu reinigenden
Abgase werden erst durch eine Konditioniereinheit (Vorwäscher)
geführt, um zu gewährleisten, dass die optimalen Lebensbedingungen
auf dem Filtermaterial für die Mikroben erhalten bleiben. Die
Gase werden hier gekühlt, befeuchtet und vom Grobschmutz befreit.
Der Vorwäscher dient außerdem als effektiver Puffer,
um Belastungsspitzen auszugleichen. Bei spezifischen Anwendungsfällen
können Fettaerosole oder andere Störstoffe ebenfalls eliminiert
werden.
Nach der Konditioniereinheit
wird die Luft in eine Entspannungskammer geführt. Von dort
wird sie durch das Verteilersystem unter dem Biofilter gleichmäßig
verteilt und durchströmt langsam die biologisch aktive Füllung.
Unser Biofilter
mit organischem Trägermaterial als Aufwuchsfläche für
die Bakterienflora hat den Vorteil, dass er äußerst unempfindlich
gegen Betriebsunterbrechungen ist. Die Filteranlage kann während
der Ferienzeit oder an den Wochenenden abgestellt werden, ohne dass
die Funktion gestört wird. Dies ist nur dadurch möglich,
dass sich die Bakterien in den Pausenzeiten vom Filtermaterial selbst
ernähren können. Eine Zudosierung von Nährstoffen
ist deshalb nicht erforderlich.
Vor der Inbetriebnahme
wird der Biofilter mit einer bakterienhaltigen Lösung geimpft,
so dass die Reinigungswirkung von Anfang an gegeben ist. Biofilter
benötigen keine chemischen Betriebsmittel. Der Wartungsaufwand
ist gering, da die Füllung nur alle 3 bis 5 Jahre gewechselt
werden muss.
Einsatzgebiet
unserer Biofilter sind kommunale und industrielle Kläranlagen,
Klärschlammtrocknungsanlagen, Nahrungs- und Genussmittelindustrie,
Kompostierungsanlagen, MBA, Verarbeitung von Fisch- und Fleischabfällen,
Tierfutter-Produktion, Deponiesickerwasserbehandlung u.v.m. Auch
viele organische Verbindungen und Lösemittel, wie Phenol und
Formaldehyd, Xylol, Toluol, Styrol, Alkohole, Ketone und Glykole
werden effektiv abgebaut. Durch Laborversuche und Tests mit transportablen
Pilotanlagen werden ständig neue Einsatzmöglichkeiten
untersucht.
Die Dimensionierung
der Anlagen erfolgt in Anlehnung an die VDI-Richtlinie 3477 sowie
auf Grundlage unserer langjährigen Erfahrung unter Berücksichtigung
kunden- und anwendungsspezifischer Vorgaben.
Unsere
Biofilter werden in Modulbauweise aus GFK gefertigt und können
auf der Baustelle leicht zu großen Flächenfiltern zusammengebaut
werden. Bei räumlich getrennten Emissionsquellen lässt
sich mit den Kunststoffmodulen eine dezentrale Abluftreinigung kostengünstig
verwirklichen.
Das
von uns eingesetzte Material GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff)
bietet absoluten Korrosions- und Witterungsschutz. Die Gehäuse
sind auch bei erhöhten Temperaturen formstabil. Die Biofiltergehäuse
lassen sich in beliebiger RAL-Farbe einfärben.
Kennzeichen
auf einen Blick
•
Mikrobiologischer Abbau
• Organisches Trägermaterial
• Homogene Luftverteilung und
Durchströmen des Filtermaterials
• Integrierte Vorkonditionierung
• Hohe Abscheideleistung / hoher
Wirkungsgrad
• Große Flexibilität
bei schwankender Rohgasbelastung
• Geringer Druckverlust
• Korrosionsbeständigkeit
• Witterungsbeständigkeit
• Geringe Wartungs- und Betriebskosten
• Übersichtliche und wartungsfreundliche
Bedienfront
Anwendungs-Beispiele:
• Kläranlagen
• Kompostwerke
• MBA
• Nahrungsmittel-Produktion
• Lederherstellung
• VOC-Abbau
• Tabakverarbeitung
• Fermentation
• Brauereien
• Abfallbehandlung
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